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Sammlung pro chronologische Liste

 

17. – 18.   Jahrhundert

Die städtische Kunstgalerie beherbergt eine kleine Gruppe von Kunstwerken des 17. und 18. Jahrhunderts. Es handelt sich um vier Heiligenbilder, die aus der Kirche des 1. städtischen Friedhofs in Korfu herkommen und in der Kunstgalerie hauptsächlich aus Sicherheitsgründen transportiert wurden. Das sind Werke, die den progressiven Abbau von den piktographischen Modellen der byzantinischen Kunst und die Aufnahme von Formen der italienischen und besonders der venezianischen, die Kunst der Renaissance, des Manirismus und  Barock argumentieren. Kreationen der kretischen Maler Micheal Damaskinos und Emmanuel Lambardos, üben diese Werke wichtigen Einfluß auf die folgenden Generationen der korfiotischen Künstler aus, die Kirchen in der Stadt und in der Landschaft der Insel abbilden.  
     In der "Enthauptung Johannes’ des Täufers" von Damaskinos liegt die Kombination von byzantinischen mit westlichen Elementen in einer neuen Einheit auf der Hand. So verwenden die Engel Formen der byzantinischen Kunst, die abgebildeten Personen werden von Darstellungen der Renaissance und konkreter von Veroneses Werken beeinflußt. Die gleichen Merkmale sind auch in der "Steinigung von St. Stefan" zu beobachten, wo die italienischen Auswirkungen noch intensiver sind, denn besonders die manieristische Elemente und die Beziehung des Künstlers mit dem malerischen Werk des Giulio Romanos sind betont.  Im Werk "Greif nicht" von Lambardos werden die Formen verfestigt dargestellt, die die kretische Kunstschule auferlegt hat.  Gleichwohl liegen auch hier die Einflüsse auf der Hand, die die kretischen Maler von der westlichen Kunst und der spätgotischen Periode annahmen, wie sie hauptsächlich in der Figur von Magdalini reflektiert werden. 
     


19. Jahrhundert

Eine Vielzahl korfiotischer Schöpfer wird  mit ihren Werken in den Sammlungen der städtischen Kunstgalerie vertreten. Das 19.  Jahrhundert ist zweifellos die wichtigste Periode der neueren korfiotischen Malerei mit Schöpfern, die sich mit Bequemlichkeit in allen thematischen Feldern bewegen und in ihrem Werk Elementen aus verschiedenen stylistischen Richtungen verbinden.   
Wichtige Werke vom Anfang des 19. Jahrhunderts sind die der Mitglieder der Familie Prosalentis. So Spyridon wie Pavlos Prosalentis der Junior schaffen Werke, die sich auf der einen Seite für die Anwendung einer klassizistischen Zeichnung und auf der anderen einer romantischen chromatischen Leidenschaft auszeichnen. Es ist eine Kombination, die im Werk des Ersten "Krieger von ’21" zu einer Idealisierung der Form und zur Auszeichnung der heroischen Eigenschaften der Darstellung führt.  In den „Arabern Musikern" des Zweiten haben wir die Auferlegung der genremalerischen Szene, die so die Anwendung eines realistischen Wortschatzes bedeutet, wie die Beschäftigung mit üblichen alltäglichen Themen. In dieser Richtung begnügt sich Pavlos Prosalentis der Junior nicht nur mit der Ähnlichkeit der Physiognomie der Musiker, sondern schreitet noch mehr in einer rein psychologischen Deutung der Formen fort.  
Haralambos Pachis wird mit einem der wichtigsten historischen Themen in der Sammlung beherbergt, der "Mord an Kapodistrias", in dem er eine Reihe neuer Elemente für die korfiotische Malerei benutzt. Im Werk werden in erstaunlicher Weise die Präzision des Zeichnens mit volkstümlichen Elementen kombiniert, während die Farbe auch diesen tragischen Inhalt der Darstellung zeigt. Im Kreis der Genremalerei bewegt sich auch Periklis Tsirigotis, der mit seinem "Kartenwahrsager" ein wirklich ausgezeichnetes Werk gibt, in dem die realistischen Eigenschaften und die Psychographie der Personen vorherrschen.  
Liebhaber der Landschaftsmalerei werden die korfiotischen Aquarell- Maler Aggelos Giallinas und Spyridon Skarvelis für das Zuschreiben der besonderen Atmosphäre von Korfu gekennzeichnet. An der Grenze zwischen der Landschaftsmalerei und einer begrenzten impressionistischen Eigentümlichkeit sind sie hauptsächlich für die Rolle des Lichtes in der malerischen Oberfläche interessiert. Durch das Arbeiten mit dem kleinen charakteristischen Pinselstrich zerlegen sie nicht völlig die Formen, sondern schaffen den Eindruck des Momentanen und des Variablen zu geben und in ausgezeichneter Weise die Änderungen des Lichtes wiederzugeben.  
 Mit Georgios Samartzis schließt auch der Kreis der wichtigen korfiotischen Schöpfer des 19. Jahrhunderts, Werke von denen sich in der städtischen Kunstgalerie befinden. Mit thematischen Interessen, die sich in jedem Gebiet erstrecken, basiert der Künstler mehr auf einer akademischen Eigentümlichkeit in seinen Porträts, in denen die schweren Farben und die Präzision des Zeichnens vorherrschen. In seinen genremalerischen Kompositionen herrscht der realistische Wortschatz und seine Liebe in den suggestiven chromatischen Tönen vor. Schließlich integriert er in seiner Landschaftsmalerei hauptsächlich impressionistische Elemente mit der Hauptrolle, dass sie das Licht erhalten, den schnellen Pinselstrich und die reiche Farbe.

20. Jahrhundert

Wichtige Schöpfer hat die korfiotische Kunst auch im 20. Jahrhundert zu demonstrieren. Einige der charakteristischsten Bemühungen, so in der Malerei, wie in der Gravur, beherbergt in ihren Räumen die städtische Kunstgalerie. Künstler wie Markos Zavitsianos, Lykourgos Kogevinas, Nikolaos Ventouras, Aglaia  Papa, Nikos Zervos, Aggelos Kontis, Philippos Makotsis,  Stefanos Trivolis beweisen mit ihren Werken den konsistenten Verlauf, den die Kunst in Korfu folgte.  
In der Gravur haben wir mit der Dreiergruppe der korfiotischen Schöpfern eine der wichtigsten Perioden nicht nur der korfiotischen sondern auch der im Allgemeinen neugriechischen Gravur.  Zavitzianos richtet sich an eine Kunst, die als Bezugspunkt einerseits einen Realismus mit deutlichen Erweiterungen der Sozialkritik, andererseits den Wille hat, ein Werk zu geben, die an den breiten Schichten adressiert würde. Die Technik, die er bevorzugt, ist der Kupferstich, der ihm die Möglichkeit des Druckens mit der Kraft seines Zeichnens und dem Aufschreiben der Einzelheiten gibt, die er für wesentlich in den Texten hält, die er illustriert. Lykourgos Kogevinas, von den Eroberungen der französischen Landschaftsmalerei bezaubert, richtet sich nach dem Schaffen der Denkmäler und der Landschaften vom griechischen Raum. Er verwendet die Technik des Kupferstiches, die ihm erlaubt, die Zeichnungselemente seines Werkes und die erzählerische Kraft der Abbildung hervorzuheben. Nikolaos Ventouras wandelt seine Gravur in einem internen  Erlebnis und Traum um. Er hat als seine Ausagangspunkt die optische Wirklichkeit, aber nie wird in ihrer einfachen Aufnahme begrenzt. Er erlebt die Darstellung, sucht nach ihrer internen Harmonie, wiederholt seinen Traum. Er fängt von den üblichsten Themen an, hauptsächlich Schiffe, Ecken der Stadt von Korfu und Landschaften ihres Grünen, um sie in Abbildungen umzuwandeln, die für ihre poetische Stimme bemerkenswert sind.  
In der Malerei haben wir die Bemühungen der korfiotischen Aquarellmaler, die die Tradition des vergangenen Jahrhunderts fortsetzen. In traditionelleren Formen Stefanos Trivolis, mit kühnen Öffnungen in einer expressionistischen Sprache Aggelos Kontis.  Treu an der Landschaftsmalerei bleibt auch Nikos Zervos mit einer Malerei landschaftlicher Tendenzen, die Elemente hauptsächlich von der französischen Tradition enthält. Die Künstlerin, die als Erste in abstrakten Formulierungen beschreitet, ist Aglaia Papa, die sich besonders auch mit dem Porträt beschäftigte. Papa began vom Realismus und fand schnell ihren Weg zur Abstraktion und schuf Werke, die für ihren chromatischen Reichtum, ihre synthetische Kraft und ihren internen Rhythmus bemerkenswert sind.